Bericht von Prognoseforum-Symposium am13. September 2004 "Regelenergie"

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Derzeit werden in Deutschland insgesamt 7'000 MW positive und -5'500 MW negative Regelenergie vorgehalten. Das Marktvolumen wird auf etwa 1 Mrd. EURO geschätzt, wobei auf

entfallen. 70 Prozent der Regelenergiekosten werden über die Netznutzungsentgelte verrechnet, mit dem Rest „büssen“ die Bilanzkreisverantwortlichen für die Fahrplanabweichungen. Durch Zusammenlegen der 4 Regelzonen zu einer einzigen lassen sich die Regelenergiekosten zwischen 30 Mio. und 100 Mio. EURO verringern, allerdings zu Lasten verringerter freier Leitungskapazitäten.

Das gut besuchte Symposium behandelte die bereits weitgehend bekannten politischen Positionen zum Regelenergiemarkt (fehlende Transparenz, überhöhte Regelenergiepreise; Quersubventionierungspotential) und die Vorschläge zur Abhilfe (regelzonenübergreifende Ausschreibung der Regelenergie; Reduktion der Sekundärregelung zugunsten der Minutenreserve, Verkürzung von Ausschreibungsfristen und Mindestdauern, kleinere Losgrößen), die auch bereits Eingang in die Entwürfe zur Netzzugangsverordnung Strom gefunden haben.

Im Kontext der Windenergie wurde darauf hingewiesen, dass durch verbesserte Prognosetechniken der (durch Wetterfluktuationen bedingte) Regelenergiebedarf auf etwa 10 Prozent der installierten Windkapazität taxiert werden kann und dafür ein neues wettbewerblich auszuschreibendes Regelenergieprodukt („Stundenreserve“) sinnvoll wäre.

Die lebendig, aber fair geführte Diskussion unter den Experten gab darüber hinaus aber auch eine Reihe neuer Einsichten in die Determinanten von Regelenergiemärkten:

Die Prognoseforum GmbH bedankt sich bei allen Referenten und Teilnehmenern für die informativen Beiträge und die offene Diskussion.



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