Hourly Price Forward Curve (HPFC)

 

 

Für die Optimierung des Portfolio-Managements ist eine laufend aktualisierte Hourly Price Forward Curve (HPFC) erforderlich.

 

Die meisten Modelle prognostizieren die HPFC auf der Basis von Stromforward-Notierungen unter Vorgabe der Arbitragefreiheit. Solche Modelle können jedoch keine Aussagen darüber liefern, ob die Strombeschaffung für bestimmte Lieferzeiträume stärker auf den längerfristig orientierten Forward-Markt oder den kurzfristigen Day-ahead-Markt setzen sollte.

 

Die Erfahrung der letzten Jahre hat außerdem gezeigt, dass die Stromfutures kein zuverlässiger Indikator für die künftige Preisentwicklung am Day-ahead-Markt sind. Insbesondere im Jahr 2007 war der Unterschied erheblich. Die folgende Abbildung zeigt die Zusammenhänge: Während des Jahres 2006 kostete ein Year-ahead-Baseload rund 55,- Euro/MWh; am Day-ahead-Markt hätten für ein gleichwertiges Produkt im Jahr 2007 nur 38,- Euro bezahlt werden müssen. Long-Positionen waren in 2007 also sehr unattraktiv, anders als noch in den Jahren 2005 und 2006.

 

 

 

 

Unsere Prognosen

 

Die Prognoseforum GmbH gehört zu den wenigen HPFC-Anbietern in Deutschland, die einen anderen methodischen Ansatz für die Erstellung solcher Prognosen wählen und damit die Komplexität der Strompreisbildung auf dem Großhandelsmarkt besser erfassen können. Beispiels­weise werden die Forward-Prämien nicht exogen vorgegeben, sondern als variable, von Kalendereffekten, Tageszeiten und anderen Größen beeinflusste Größen endogen berechnet.

 

Die nebenstehende Abbildung zeigt die Baseload-Monatsmittelwerte von zwei aktuellen Preisprognosen im Vergleich mit den jeweiligen Strom-Forwards. Grundlage dieser Prognosen sind u. a. die aktuellen Steinkohle-, Erdgas- und CO2-Futures-Preise. Es re­sultieren erwartete Day-ahead-Preise, die zumeist unter den jeweiligen Strom-Futures liegen.

 

Haben Sie andere Vorstellungen über die langfristige Preisentwicklung von Erdöl, Kohle, Erdgas etc., so können wir Ihnen entsprechend angepasste HPFC-Er­gebnisse als Preisszenarium liefern.

 

  

Unsere Methodik

 

In unserem HPFC-Prognosemodell wird die Vorstellung der Arbitragefreiheit durch einen Fundamentalansatz des Strommarkts ersetzt. Der Kern ist eine GARCH-Schätzglei­chung unter Verwendung von Kalendereffekten, CDD- und HDD-Prognosen, Brennstoffkosten, Zertifikatepreisen und anderen Variablen.

 

Die Prognose einzelner Einflussgrößen bis Ende 2012 wird aus Kointegrations-Beziehungen gewonnen, die wir um das Konzept der Multi-Modalität langfristiger Preisentwicklungen ergänzen. Das Konzept der Multi-Modalität ist sowohl theoretisch wie auch empirisch belastbar und vermag die ansonsten schwer antizipierbaren Einflüsse der nationalen und internationalen Energiepolitik konsistent zu integrieren.

 

 

 

Wir messen und analysieren regelmäßig unsere Ex-post-Prognosegüte und gelangen dabei auf Theil-Koeffizienten zumeist zwischen 0,6 und 0,8. Die Fehler-Indikatoren benutzen wir auch zur Beurteilung der Notwendigkeit von Re-Kalibrierungen sowie zur Wahl zwischen alternativen Modellvarianten.

 

Insgesamt spricht der Prognosefehler nicht gegen den Einsatz unserer HPFC beim Portfolio-Management: Wenn man die hohe Korrelation der Prognosefehler zwischen benach­barten Lieferstunden berücksichtigt, erweist sich das mit Prognosefehlern verbundene Prognoserisiko nämlich als teilweise hedgebar, indem die Positionen an zwei benachbarten Lieferstunden jeweils ein unterschiedliches Vorzeichen haben.

 

 

Unser Angebot

 

Die Prognoseforum GmbH bietet ein Jahresabonnement der HPFC zum Preis von 2000,- Euro/Jahr zuzüglich MWSt an. Es beinhaltet die monatlich aktualisierte HPFC als EXCEL-Datei für die folgenden 4 Kalenderjahre.

 

Bei Bedarf stehen Ihnen auch individuell errechnete HPFC-Szenarien entsprechend Ihrer Vorgaben über die Entwicklung exogener Variablen zur Verfügung.

 

Schließlich sind wir auch bekannt für unsere lehrreichen und kreativen Workshops zum Einsatz von Strompreisprognosen beim Portfolio-Management sowie zu anderen energiewirtschaftlichen Themen. Bitte nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf.